Tiergestützte Interventionen - Hintergrundwissen

 

Aufgabenbereich

Wir begleiten

  • Kinder
  • Erwachsene
  • Senioren

mit den Tieren, beschäftige uns mit ihnen und beantworte Fragen. Versuchen ihnen Ängste zunehmen und Vertrauen aufzubauen. Ziel ist es Beziehungen aufbauen und halten lernen. Selbstwirksamkeit und das gefühl zu Nähe und Distanz wird erprobt. Sie begegnen ihren eigenen Gefühlen und erhalten Unterstützung im Umgang damit.

 

Die Arbeit mit den Tieren hat viele Vorteile

  •  viele Menschen lassen die Zuneigung eines Tieres eher zu und erwidern diese, als sie dies gegenüber Menschen geschehen lassen können ( Bergler 1986)
  • der Betroffene wird in eine subjektive und objektive Realität zurück geführt, er erlebt durch regelmäßige Interaktion mit dem Tier sein eigenes Verhalten und daher auch seine Grenzen und die des Tieres bewusst zu erleben,
  • darüber hinaus können die Formen der wechselseitigen Abhängigkeit bewusst werden, wodurch sein Verantwortungsbewusstsein gesteigert wird
  • durch Gegenseitigkeit des Interaktionsprozesses und der gegenseitigen Zuneigung erfährt der Betroffene eine Erhöhung und auch Stabilisierung seiner Selbstsicherheit und seines Selbstwertgefühles.
  • Erfolgserlebnisse
  • gezielte Aktivierung des Einzelnen
  • Wahrnehmungs und Sensibilitätsschulung
  • Erleben von Körperkontakt , Tiere regen zum Spielen an und reizen zum Lachen (dadurch werden im Organismus Endorphine ausgeschüttet, die dem Stressabbau dienen, ein beglückendes Gefühl bewirken und auch körperliche Schmerzen hemmen können )
  • gesundheitsförderndes Ausmaß an Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit
  • das Streicheln des Tieres wirkt auf den Betroffenen beruhigend
  • schützen vor dem Gefühl der Einsamkeit ( der Besitz von Tieren hat die Rate der Depressionen und Suizidgefährdungen erheblich verringert)
  • Steigerung von Lebensmut, Lebenslust aber auch des Lebenssinns und das Gefühl gebraucht zu werden
  • insbesondere Jungen bietet ein Tier die Möglichkeit zu Berührungen, Nähe, Zärtlichkeit und Spiel ohne das er sein " Gesicht" verliert
  • der Mensch empfindet Tiere als soziale Anregung, Partner, Freizeitaspekt, Aufgabe / Verpflichtung, Wesen ohne Launen, Vermittler von Erfolg, Vermittler sozialer Kontakte, Tiere steigern die allgemeine Zufriedenheit

  

 Einsatzmöglichkeiten der Tiere

  • Vertrauensaufbau
  • Selbstvertrauen wird gefördert
  • lässt sich anfassen / streicheln/ liebkosen
  • gibt Nähe
  • Entspannung und angenehme Anregung der Sinne durch Aufsitzen oder Reiten
  • Umgang mit Ängsten
  • vielseitige Kommunikation durch Lautäußerungen , Mimik oder Gestik
  • ist unbefangen gegenüber physischen und psychischen Beeinträchtigungen und Schwächen
  • lässt sich striegeln und pflegen
  • zeigt Grenzen
  • intensiver Beziehungsaufbau
  • vielseitige Kommunikation durch Lautäußerungen , Mimik oder Gestik
  • Anpassungsbereitschaft
  • große Anhänglichkeit, da der Hund auf die Stimmung seines menschlichen Partners äußerst sensibel reagiert, es entsteht der Eindruck des Verstehens und des Mitfühlens
  • ist unbefangen gegenüber physischen und psychischen Beeinträchtigungen und Schwächen
  • er lässt sich anfassen / streicheln/ liebkosen, in den Arm nehmen oder auf den Schoß nehmen
  • gibt Nähe

 

 Die Auswirkungen eines Tieres im psychisch - therapeutischen Bereich

  • Tiere senden weder bewußte noch unbewußte Signale der Ablehnung aus so genannte "Double- Bind" Botschaften sind vom Tier nicht zu erwarten
  • die Tiere sind authentisch haben eine sorglose und freimütige Art auf Menschen zuzugehen und deren Beachtung und Kontakt einzufordern – nehmen den Menschen wie er ist
  • lehnt das Tier Kontakt ab, geht es dann weniger um die verletzende Ablehnung der Person als vielmehr um ein Bedürfnis des Tieres z.B. Ruhe zu finden
  • Tierbesuch dient zur sozialen Motivation, das Interesse besteht, und lässt nicht nach ( Studien beweisen körperliche, seelische, geistige und vor allem soziale Motivation. So bestand nach einem halben Jahr immer noch gleich bleibendes Interesses an den Besuchen bei den Tieren)
  • Da Tiere nicht den Inhalt des Wortes verstehen, entwickelt sich die gemeinsame Sprache mit Hilfe des Stimm –und des Körperausdrucks. Das Tier nimmt den Klang der Stimme , die angenehmen Vokale und die unangenehmen Zischlaute und scharfen Konsonanten wahr. Körperhaltung und Körperspannung, Mimik und Gestik sowie Stimmungen sind für das Tier wichtige Merkmale, um den Menschen einzuschätzen und seine Aussage verstehen zu können. Das Kind wird darin geschult, durch Körperhaltung – Mimik – Gestik selbstbewußter aufzutreten

 

Das " psychologische Nutzen- und Funktionsprofil" eines Tieres unterliegt verschiedenen Faktoren. Es hängt ab von Lebensalter, Familiensituation, subjektivem Gesundheitszustand und objektivem Krankheitsbild, Erlebnissen und Erfahrungen mit den Tieren in der eigenen Biographie, Ausmaß und Qualität sozialer Kontakte, sowie sozialen Konflikt – und Stresssituationen, persönlicher Mobilität und auch Qualität und Quantität sozialer Bezugspersonen.

 

Das Tier

  • fördert körperliche Aktivität
  • sucht und schenkt Liebe
  • setzt Signale und Grenzen, wenn es sich falsch behandelt fühlt
  • fördert Verantwortungsbewußtsein
  • stärkt Selbstwertgefühl
  • unterbricht den Teufelskreis einer erlernten und zunehmenden Hilflosigkeit
  • gibt Sicherheit
  • vermittelt Vertrauen – mit dem Gefühl der Nähe und Wärme
  • gibt Beständigkeit – Treue
  • antwortet auf seine eigene Weise mit Zuneigung, Anerkennung und Forderung z.B. nach Versorgung und Aufmerksamkeit
  • bietet Schutz
  • wirkt entspannend und entlastend
  • gibt Gesprächsstoff z. B. mit Freunden, Eltern etc.
  • kompensiert die häufig fehlende Konstanz menschlicher Bezugspersonen
  • erlaubt und ermutigt zum Körperkontakt

 

Messbares

Beim Kontakt mit dem Tier

  • Oxytocin wird frei gesetzt ( Bindungs - Beziehungshormon)
  • Endorphine werden frei gesetzt ( Glückshormon)
  • Cortisolspiegel sinkt ( zuständig für Stress)
  • Tonus reguliert sich
  • Vitalzeichen regulieren sich ( Blutdruck, Puls, Atmung)

 

Biophilie

Die Biophilie sagt, das wir Menschen schon immer abhängig von den Tieren und der Natur waren, es ist ein Wechselspiel. Wir Menschen haben uns das Tier schon immer zu nutze gemacht ( Fellkleidung, Nahrung, Partner /Freund)